Lachen hilft mir zu vergessen

Guten Tag!

Salam Aleykum!

Von Hardy Prothmann

Asmaa Al-Ghoul (27)  lebt in Gaza-Stadt mit ihrer Familie. Ihr Sohn ist gerade in Schule gekommen, sie ist geschieden.

Bloggt über Unterdrückung: Asmaa Al-Ghoul. Foto: hpSie ist ein Flüchtling und hat ihre Heimat seit ihrer Geburt nicht gesehen: “Ich weiß nicht, was Heimat ist, kenne das glückliche Gefühl nicht, zuhause zu sein.” Sie stammt aus Sarafand bei Tel Aviv und nennt ihre Heimt: “Das große Gefängnis Israels.”

Gaza ist für sie eine “wunderschöne Stadt” – sie meint aber eher das Gefühl, ihr Gefühl: “Ich habe keinen Auftrag von jemandem anderen, sondern nun meinen: Ich lebe jetzt und kämpfe dafür, dass ich meine Meinung haben darf.”

Sie kämpft aber auch für andere: “Ich berichte auf meinem blog über die Verfolgung von kritischen Journalisten durch die Hamas.” Dann lacht sie: “Die Welt ist verrückt – die Hamas verfolgt die säkulären Journalisten, die Fattach die islamistischen.”

“Für mich ist bloggen Schutz – Öffentlichkeit schützt. Es kann nicht einfach mehr jemand unterdrückt der verfolgt werden, ohne das die Welt davon erfährt”, sagt Asmal.

Ihr Tag startet am späten Vormittag, weil sie oft bis in die Nacht schreibt. Geld verdient sie als freie Journalistin mit Artikeln über Kultur und Kino. Ihr blog ist Ausdruck ihrer Seele: “Ich bin oft traurig und deprimiert, wenn ich blogge, schreibe ich auf, was mich und andere bedrückt.”

“Wir leben ständig mit der Angst. Immer wieder fliegen die Apache-Hubschrauber über unsere Köpfe.”

Asmaa ist Mitglied in einem Netzwerk, “Wake-Up”, das auch einen blog betreibt: “Oft müssen wir uns konspirativ treffen, wir kämpfen für Menschenrechte, Frauenrechte, Presse- und Meinungsfreiheit.”

Gerade ist ihr drittes Buch erschienen, dass die Zerrissenheit der Situation in Gaza im Titel trägt: “City of love and taboo.”

Asmaa erzählt von vielen Problemen, Asmaa schreibt sie in ihrem blog (http://asmagaza.wordpress.com) auf – dafür ist sie schon oft verhaftet worden, ihr Notebook wurde konfisziert – sie lacht, als sie darüber erzählt.

Warum lacht sie? “Lachen hilft mir zu vergessen.”

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